Dichtung

 

Der Geist

Der Geist, der wandelte, planlos, rastlos,

erkannte in der Ferne,

die nie

näher zu kommen schien,

das Etwas,

welches er sich,

schon ausgemalt in Träumen,

erhoffte

und dessen er sich dennoch bewusst war, nie zu bekommen.

 

Nicht mal schien er zu begreifen, dass es der Sinn war,

nach dem er schon so

lange trachtete,

es niemals zu erlangen

und nur das Streben danach,

ihm die Kraft gab

im Hier und Jetzt zu existieren und zu tun,

was immer gerade getan werden musste.

 

Ein Antrieb durch das Unerreichbare Gefühl

der Zufriedenheit und der

Geborgenheit,

wahrheitlich eine Qual einer ganz krafvollen Quelle,

musste bestehen um die Dinge,

die mit der Leichtigekti einer Feder von der Hand gehen,

geschehen zu lassen.

 

Für den Geist, mit einer schier unglaublichen Tiefe,

ja so tief, dass das

dunkelste Loch den Abgrund nicht beschreiben könnte,

war der Schmerz,

als die Wahrheit aus ihrer traurigen Trance erwachte,

so unerwartet laut,

dass er von nun an die Hände auf die Ohren legte und sich schwor nie mehr zu

hören,

was der Schmerz ihm zurief.

 

Als tauber Vogel flog er umher und beraubte sich der schönsten Melodien,

denn

so sehr die lieblichen Klänge es auch versuchten,

fanden sie keinen Zugang zu seinem Gehör.

 

Traumatisiert und blind für alles Schöne

verging Zeit,

vermutlich verging sie

langsamer als sie es normalerweis tun würde,

denn auch das Ticken der Uhren blieb unbemerkt,

und es kam kein Engel,

der seine Arme schützend um den Geist legte und ihm leise zuflüsterte.

 

Ein Alphabet mit der Anzahl Buchstaben,

die weit ins Unendliche reichen,

hätte nicht beschreiben können,

wie die Geschichte endete.

Es bleibt

nur eins zu sagen,

dass es manchmal besser wäre

nicht stumm zu sein

 

 

 

Miss……

 

Allein und nichts,

dein angesicht,

gehasst, verflucht,

vergessen versucht

 

mehr so sehr,

so wenig fair

verdrängt, gehängt,

im meer versengt

 

hass und wut,

du seelenblut,

schmerz und qual,

ganz ohne wahl

 

schuld und fluch

dein todeversuch,

getrennt, zerrennt,

ein hexenbuch

 

schwur uns bände,

dein hochverrat,

ende ohne wende,

die sterbensart

 

 

 

Rastlos

 

So rastlos, so stark und doch ewig still,

hilflos ertragend den kampf der träume,

wo nichts gesehen werden kann.

Ist es erlösung oder qual?

Klammernd haltend die illusion,

immer da, wo niemand sie hören kann.

Ein wort ohne bedeutung für die, die nicht sprechen

Über den einsamen schmerz, der wandelt durch dunkles, unbekanntes unbeschreibliches.

Nie werden sie nach außen dringen ohne ihr kostüm,

nie da stehen in ihrer wahren gestalt.

Sichtbar nur für den, der lernte zu sehen.

So rastlos, so stark und doch ewig still.

Ist es erlösung oder qual?

 

 

 

Scheinwelt

 

das sein gleich der fiktion,

verinnerlichen, einfach und schön

so fern ein leben, das nicht eigen scheint,

so nah, der jemand, endlos dort weint.

 

das atmen schwer,

man spürt es von hier

nur ein ich

und niemals ein wir.

 

kann es leben in beiden geben,

ein netzt als brücke über alle weben.

 

das sagen so schwierig

und vom diesem nicht möglich

ist das die sünde

oder ist es unerheblich?

 

folge dem herzen,

das lockt und regiert,

wenn träume leben,

was dann passiert

als grenzen die mauern,

errichtet durch scharm,

wird lang überdauern,

wie lange die harm?

 

rettung der sehnsucht,

erlaubt und befreit,

mit flügeln versehen,

bis in alle ewigkeit

 

untergang ist bald,

und was es auch tut,

findet keinen halt,

verloren der mut.

 

 

 

Schreib!

 

Wortefluss,

und dahin sie schwimmen,

die Silben in ewiger Qual

dem Strom entgegen,

in ihrer Klarheit so unverstanden.

 

Kummersüß,

ein Schmerz der peinigt,

wenn man sie nicht reiht.

 

Irrfahrt,

sie führen hinab ins Dunkel,

ein Unverstand an Phantasie,

der Sinn verschwommen

in glasklarer Sicht.

 

Siegesflug,

am Ende der Reise,

der Preis unbeschreiblich,

so einfach er dar liegt

in Erlösung von Denken und Sein.

 

 

Rätsellos

 

„Trauerschwer, nimmermehr,

hinein, ins sein,

folgt leblos, leer“

 

„was sprichst du, freund?

dein wort ein rätsel!

hast DU den stern am himmel verjagt?

lass sie gehen, sie müh,

nur du wirst gen ende der leidende sein“

 

„tiefgewalt, jahrtausendalt,

verlorn, geborn,

sein echo schallt“

 

„ein fremder, sagst du,

in unserer welt?

heraus, heraus, die sprach,

wer ist der feind?

klarheit, bruder, nur rettet das licht“

 

„nicht hier, bei dir,

fort der ort,

kein tor, kein schloss, in mir“

 

„die bedeutung, bruder,

erklär geschwind,

es eilt, es eilt, das nichts, so nah.

soll heut, der tag, ein untergang sein?“

 

„vergiss, gewiss,

den zeitenfresser,

ein knall, der wall, ein hinderniss.“

 

„los, los, du guter,

nun verharre nicht.

ein kind der held? ist das dein ziel?

gib laut,

die brück, lass überschreiten,

nicht allein, keine bang!“

 

„verloren, geboren,

verworren, gegorren

 

verfault, gejault,

vekrault, gemault

 

getötet, gerötet,

genötet, gelötet

 

Der Tod, die Not, der Untergang droht“

 

„wird nicht schlau aus dir,

was meinst du wohl?

oh jeh!

sieh an!

Das schwarz!

Es kommt!

Nimmt schnell!

Dein herz!

Ich halt es auf!

Nein!

Du brennst!

Halt aus, halt aus!

Verlass mich nicht!

Ich sterbe dann!

Geht nicht!

Lass sein!

Bleib hier!

Bei mir!

Nein, nein!

Hör auf!

MEIN             HERZ             STEHT           STILL…

 

 

 

 

Schneefall

 

Still, behutsam, einsam leise,

erzählt eine Geschichte auf seine Weise,

nimmt meine Seele mit auf eine Reise.

 

Fliegen, segeln, tiefer Fall,

kommt er sanft von überall

vor meiner Tür ein weißer Wall.

 

Heilt, erfreut, verschönert er,

Keine Sorgen, nimmermehr,

weiße Welt, nun trauerleer.

 

Hoffnung, Freude, Lebensgeister,

gibt er mir, ein lang gereister,

im Zauber schaffen wohl ein Meister.

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